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BAG-Urteil: Was Arbeitnehmer jetzt wissen müssen

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BAG-Urteil: Was Arbeitnehmer jetzt wissen müssen

Bereits im November 2018 hat der Europäische Gerichtshof (EuGH) ein Urteil bezüglich des Verfalls von Urlaubsansprüchen erlassen. Drei Monate später zieht nun das Bundesarbeitsgericht (BAG) nach. Urlaubstage werden nicht länger automatisch verfallen. Bislang war die Regelung so, dass Urlaub, der nicht bis zum Jahresende oder dem Ende des Übertragungszeitraums genommen wurde, erlischt.
Der EuGH ist jedoch der Meinung, dass der Arbeitgeber den Arbeitnehmer zuvor auffordern muss, den verbleibenden Urlaub zu nehmen. Zudem muss der Arbeitgeber auch darüber aufklären, dass die nicht genommenen Urlaubstage zum Ende des Jahres bzw. des Übertragungszeitraums verfallen werden. Der Verfall von Urlaubstagen kann nach dieser neuen Richtlinie also nur dann eintreten, wenn der Arbeitgeber den Arbeitnehmer deutlich darauf hingewiesen hat, den Urlaub zu nehmen und vor allem rechtzeitig auf den möglichen Verfall aufmerksam macht.

Will sich ein Unternehmen also zukünftig auf den Verfall der Urlaubstage berufen, muss es nachweisen, dass die Richtlinien des BAG befolgt wurden. Daher ist es ratsam, Arbeitnehmer schriftlich auf die Urlaubsansprüche aufmerksam zu machen und diesen Schriftverkehr entsprechend aufzubewahren.
Weiter ist noch unklar, wie ein „rechtzeitiger“ und „konkreter“ Hinweis auszusehen hat. Es ist jedenfalls nicht ausreichend, wenn lediglich in der Lohnabrechnung der Resturlaubsanspruch ausgewiesen wird. Offen ist noch, ob eine Rundmail oder eine Mitteilung am „schwarzen Brett“ die Hinweispflicht des Arbeitgebers erfüllt.

Fazit: Vielleicht kann der ein oder andere Arbeitnehmer nun schon mal die Badehose einpacken, wenn durch die neue Rechtsprechung ein paar verloren geglaubte Urlaubstage aus 2018 noch gerettet werden können!

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