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Corona und Arbeit: Antworten auf die wichtigsten Fragen

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Corona und Arbeit: Antworten auf die wichtigsten Fragen

Habe ich ein Recht auf Homeoffice?


Die bloße Angst vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus berechtigt den Arbeitnehmer nicht dazu, nicht am Arbeitsplatz zu erscheinen. Mitarbeiter dürfen also nicht einfach vorsichtshalber zu Hause bleiben. Viele Arbeitgeber zeigen sich jedoch kulant und erlauben ihren Arbeitnehmern, Homeoffice zu machen.

Die Kita ist geschlossen – darf ich zu Hause bei meinem Kind bleiben?

Wenn Sie keine andere Betreuung für die Kinder organisiert bekommen, dürfen Sie sich stattdessen um diese kümmern. Ist die Dauer der Schliessung unklar und das Kind keine Betreuung hat, stehen jedem
verheirateten Arbeitnehmer pro Kind jeweils 10 Kinderkrankentage im Jahr zu, Alleinerziehenden stehen bis zu 20 Tage zu. So lange bekommen die Arbeitnehmer trotzdem weiter Gehalt.

Ich muss in Quarantäne bleiben – bekomme ich weiter meinen Lohn?

Grundsätzlich hat der Arbeitnehmer in solchen Sonderfällen ein Anrecht auf eine Fortzahlung, die sich in der Regel an der Höhe des Krankengeldanspruchs orientiert. Allerdings ist der Arbeitgeber nur dazu verpflichtet, die Entschädigung maximal sechs Wochen lang im Falle einer Isolation durch das Coronavirus auszuzahlen. Das jeweilige Bundesland erstattet in dieser Zeit dem Unternehmen die Beträge. Bei lediglich häuslicher Quarantäne kann der Arbeitgeber allerdings verlangen, dass der Arbeitnehmer von zu Hause arbeitet, also Homeoffice praktiziert.

Darf ich mich weigern, eine Dienstreise anzutreten?

Nein, eine Dienstreise kann nur verweigert werden, wenn für die Zielregion eine offizielle Reisewarnung besteht. Sie könnten sogar nach China oder nach Norditalien reisen müssen, denn nur für die Region Wuhan besteht aktuell eine Reisewarnung.

Muss mein Arbeitgeber Desinfektionsmittel und Mundschutz zur Verfügung stellen?

Auch wenn diese Maßnahmen nur bedingt sinnvoll sind, stellen viele Arbeitgeber beides häufig zur Verfügung – so weit erhältlich. Arbeitgeber sollten ihre Angestellten jedoch eher auf richtiges
Hygieneverhalten wie zum Beispiel die Husten- und Nies-Etikette hinweisen. Hält der Arbeitgeber z.B. Mundschutzmaske für übertrieben, darf er diese sogar am Arbeitsplatz verbieten – sei denn, es besteht eine überdurchschnittlich hohe Wahrscheinlichkeit einer Ansteckung. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass es im Einzelfall natürlich auf die vertragliche Grundlage, also den individuellen Arbeitsvertrag ankommt. Wir empfehlen beiden Seiten eine gesunde Bereitschaft zur Verständigung, damit es nicht zum Streit kommen muss.

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