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Pauschalreise gebucht – kann ich wegen Corona stornieren?

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Pauschalreise gebucht – kann ich wegen Corona stornieren?

Die Osterferien stehen vor der Tür und viele Kunden müssen auf ihre vor einiger Zeit gebuchten Reisen verzichten. Können diese wegen der Corona-Krise nun wenigstens storniert werden? Der NRW-Justizminister Biesenbach erklärt Folgendes zum Reiserecht in Corona-Zeiten.
Ein grundsätzliches Stornierungsrecht wegen des Coronavirus steht auch Pauschalreisenden nicht zu. Darauf hat Nordrhein-Westfalens Justizminister Peter Biesenbach hingewiesen. Allerdings sind Pauschalurlauber durch besondere gesetzliche Regelungen besser geschützt als Individualreisende. Wer seine Reise selbst organisiert hat, ist dagegen auf die Kulanz seiner Vertragspartner angewiesen.Derzeit ist jeder gut beraten, sich umfassend und aktuell über seinen Verbraucherschutz zu informieren. Wer aus reinem Unsicherheitsgefühl zuhause bleiben möchte, kann nicht kostenfrei stornieren. Auch Reiserücktrittsversicherungen bieten keine Garantie, wenn Urlauber lediglich Angst vor dem Coronavirus haben, aber nicht selbst vor Urlaubsantritt erkranken.Ein wichtiges Indiz, wenn auch nicht zwingende Voraussetzung für eine reibungslose Stornierung,  sind die Reisewarnungen des Auswärtigen Amtes. Wegen der Corona-Krise hat die Bundesregierung eine weltweite Reisewarnung zunächst bis Ende April ausgesprochen.
Wir von CheckdeinRecht möchten noch folgende Tipps hinzufügen:
Reisende, die die Nerven behalten und abwarten, ob der Reiseveranstalter die Reise von sich aus absagt, weil er sie nicht vertragsgemäß durchführen kann, sind zunächst hinsichtlich entstehender Stornokosten auf der sicheren Seite. Denn wenn der Veranstalter seine Leistung nicht mehr wie vertraglich vereinbart erbringen kann, dürfte es sich um einen „Wegfall der Vertragsgrundlage“ handeln. Dies rechtfertigt einen Rücktritt vom Vertrag und  führt nicht zu Stornierungskosten.

Pauschalresiende können grundsätzlich jederzeit vom Vertrag zurücktreten. In den AGB des Veranstalters ist dabei geregelt, welche Stornokosten zu welchem Zeitpunkt des Rücktritts fällig werden. Dabei langen Reiseveranstalter häufig ausgiebig zu – bis zu 75% oder 80% bei Rückritt kurz vor Reisebeginn sind dann fällig. Doch Achtung: der Reisende hat das Recht, sich die in Rechnung gestellten Stornierungskosten genau aufschlüsseln zu lassen. Denn der Reiseveranstalter muss den Nachweis erbringen, dass ihm diese Kosten auch wirklich entstanden sind. So kann es durchaus sinnvoll sein, zu stornieren und die Stornoabrechnung einer genauen Prüfung  zu unterziehen bzw. dieser zu widersprechen. Denn ein ohnehin wegen Corona geschlossenes Hotel dürfte dem Veranstalter kaum Kosten in Rechnung stellen. Dagegen muss der Veranstalter die Flugkosten der  meist voll bezahlen, da diese über Kontingente eingekauft und fest abgenommen wurden.
Fazit: Der für den Kunden günstigste Weg für einen Rücktritt von der Pauschalreise ist abhängig von dem gebuchten Angebot – hier lohnt ein genauer Blick in die Abrechnung der Einzelpositionen.
Wer unsicher ist, welcher Weg für ihn optimal ist, wenn er seine Reise auf keinen Fall antreten will, kann sich gerne unverbindlich zur Beratung an uns wenden. 

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