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Reisespaß vs. Umweltbelastung: Wer trägt die Verantwortung?

Wer kennt es nicht? Je günstiger die Flugtickets in den nächsten Sommerurlaub, desto besser! Wenn ein besonders günstiges Angebot gefunden wird, baut man zwischen dem Alltagsstress auch gerne mal einen spontanen Trip ein. Denn man wäre ja blöd, würde man sich die supergünstigen Flüge durch die Lappen gehen lassen! Oder?

Reisen ist heutzutage ein Trend, der zunehmend an die ökologischen Grenzen geht.
War früher das Reisen noch reichlich beschwerlich, so ist es heute fast schon ein Verwöhnprogramm. Kein Wunder also, dass zwei Drittel der Deutschen mindestens einmal im Jahr verreisen. Das Reisen wird als eine Art Auszeit vom teilweise tristen Alltag gesehen, getrieben von der Sehnsucht, endlich mal „rauszukommen“. Durch Social Media scheinen weite Reisen etwas ganz Normales geworden zu sein und dienen oft lediglich dem Zweck, ein paar neue Bilder für den eigenen Feed zu schießen.
Jeder weiß, dass das massenhafte Reisen ökologische Probleme hervorruft. Doch ist es verwunderlich, dass nur wenige der Umwelt zuliebe davon absehen, die Welt zu erkunden?
Erstmals in der Geschichte der Menschheit ist zu beobachten, dass die Menschen in fremde Kontinente fliegen, ohne einen bestimmten Zweck zu verfolgen. Früher waren Forscher auf der Suche nach neuen Entdeckungen, Händler wollten ihre Waren verkaufen, Priester wanderten von Kloster zu Kloster. Erst im 19. Jahrhundert begann der Trend zum Reisen. Dieser war zunächst jedoch ausschließlich bestimmten Bevölkerungsgruppen vorbehalten, wie dem gehobenen Bürgertum und dem Adel. Heutzutage ist Reisen für jedermann möglich und erschwinglich. Massentourismus gehört also zum Alltag. Auch die durchschnittliche Anzahl der Reisen pro Jahr ändert sich. Ist man früher überwiegend drei bis vier Wochen an einen Urlaubsort gefahren, so macht man heute lieber drei bis vier verschiedene Reisen im Jahr zu verschiedenen Orten.
Doch die Freiheit, überall hin reisen zu können hat ihren Preis. So stieg die Zahl der Flugpassagiere im Jahr 2017 auf 119 Millionen an. Das sind fast doppelt so viele wie noch vor 20 Jahren. Aufgrund dessen werden jährlich 1 Milliarde Tonnen CO₂ ausgestoßen. Eine Problematik ist dabei die Tatsache, dass die Emissionen des Flugbetriebs im Himmel viel mehr Schaden anrichten, als wenn sie auf dem Boden ausgestoßen werden. Denn beim Verbrennen von Kerosin entstehen klimaschädliche Abgase. Die Auswirkungen dieser Abgase sind im Himmel circa dreimal größer als am Boden. Entsprechend verstärkt sich der Treibhauseffekt.

Wie kann man also seine Reiselust und seine ökologische Verantwortung unter einen Hut bekommen?
Zunächst sollte man sich bewusstmachen, dass jeder Reisende eine Wahl hat. Was sind meine Werte? Wo will ich wirklich hin und was hat lediglich kommerziellen Hintergrund? Lieber nur alle paar Jahre andere Kontinente besuchen und dafür öfter innerhalb Europas bleiben? Nachhaltiges Reisen mit dem Zug? Auf jeden zweiten Kurztrip verzichten?

Außerdem sollte sich besonders die Politik in der Verantwortung sehen, Gesetze zu entwerfen, die dem Einzelnen Entscheidungen abnehmen. Billigflüge eingrenzen? Kerosinsteuer erheben? Wie wäre es mit einer Subvention für nachhaltige Reiseformen?
Auch die Reiseveranstalter sind in der Pflicht, sich zu dieser Problematik zunehmend Gedanken zu machen. Hier muss unter anderem zunehmend auf nachhaltige Bauweise, Energieeffizienz und Kreislaufsysteme gesetzt werden.

Fazit: Reisen bedeutet Belastung und Verbrauch. Aus diesem Grund braucht es Regeln und vor allem Selbstkontrolle. Jeder hat die Wahl, wie er den eigenen Bedürfnissen gerecht wird, ohne der Umwelt mehr als nötig zu schaden. Wir empfehlen bei der nächsten Urlaubsplanung, grundlegende Informationen einzuholen und nach nachhaltigen Angeboten zu schauen. Denn diese sind häufig nicht mal teurer als herkömmliche Angebote. Auch wenn es etwas zeitaufwändiger ist, gilt es, die Balance zwischen Reiselust und Umweltlast zu halten. Jeder kann etwas dazu beitragen, denn das ist Teil unserer Verantwortung für die Umwelt.

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