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Urlaubsalptraum: Der Koffer ist weg! Was Sie jetzt tun können

Pünktlich zum Ferienbeginn versagten durch eine technische Panne die Gepäckbänder des Düsseldorfer Flughafens den Dienst. Die Folge: mehr als 2.500 Koffer blieben am Boden, während die Fluggäste sich bereits auf dem Weg in die ersehnten Ferien befanden.

Ohne Bikini auf der Südeseinsel? Oder ohne Parka in Grönland? Das passiert gar nicht so selten, wie man glaubt. Von 100 Koffern geht immerhin einer verloren. Was kann man tun und welche Rechte hat man als Reisender ohne Koffer am Urlaubsort?

Zunächst einmal sollte man den Verlust des Gepäcks umgehend am Flughafen melden. Also am besten direkt mit dem Aufkleber auf der Bordkarte mit der Gepäckregistrierungsnummer am Lost-and-Found-Schalter melden. Dort wird eine Verlustmeldung erstellt, die später auch als Nachweis für die Erstattung und ggf. für die Versicherung dient. Dieses P.I.R-Formular (Property Irregularity Report) ist wichtig, damit Sie etwas in der Hand haben. Am besten informieren Sie dann auch umgehend die Airline. Je mehr Zeit zwischen Verlust und Meldung liegt, desto schwieriger wird es, zu beweisen, dass der Koffer tatsächlich auf dem Flug verloren ging und nicht erst auf dem Weg ins Hotel. Zudem tragen Sie die Beweislast, sobald Sie den Flughafen verlassen haben. Regeln Sie dabei auch, wohin der Koffer geliefert werden soll, wenn er auftaucht.

Wer ohne Gepäck am Urlaubsort landet, hat grundsätzlich das Recht, sich auf Kosten der Fluggesellschaft eine Ersatzausstattung zu kaufen. Doch Achtung: dies ist leider kein Freifahrtschein für ausgedehnte und üppige Shoppingtouren! Reisende sollten nur das kaufen, was sie in ihrem Urlaub auch benötigen. Dabei werden je nach Urlaubsziel und -art verschiedene Maßstäbe angelegt. Macht jemand eine Geschäftsreise, bei der er einen Anzug benötigt oder eine Kreuzfahrt, auf der Abends elegante Garderobe erwartet wird, darf er mehr Geld ausgeben. Für einen Badeurlaub muss man bescheidener sein. Wir hatten auch schon einen Fall, bei dem es am Urlaubsort partout nichts zu kaufen gab außer einem T-shirt aus dem Souvenirshop. Die Kundin verbrachte ihren Urlaub notgedrungen in diesem sowie den Boxershorts ihres Freundes. Aus solchen Einschränkungen können dann durchaus Schadenersatzansprüche resultieren!

In der Regel muss man die Kosten für die Ersatzkäufe vorstrecken und lässt sich die Kosten später von der Airline erstatten. Daher ist es sehr wichtig, die Kaufbelege aufzubewahren, damit man die Ausgaben nachweisen kann.

Immerhin: 95% der Koffer tauchen  irgendwann wieder auf. Was aber, wenn der Koffer dauerhaft verschwunden bleibt? Bleibt der Koffer trotz intensiver Suche verschollen, muss der Reisende einen Fragebogen ausfüllen, in dem er Inhalt und Wert seines Gepäckstücks genau beschreibt. Dieser ist mit der Bitte um Schadenersatz bei der Airline einzureichen und wird von dieser geprüft.

Der Höchstbetrag wird durch das Montrealer Übereinkommen geregelt und beträgt derzeit etwa 1.200 EUR. Man braucht nicht nur High Fashion im Louis-Vuitton-Koffer, um diesen Betrag rasch zu überschreiten. Daher ist es eine gute Idee, gleich beim Packen eine Liste mit allen Gegenständen im Koffer zu erstellen und gegebenenfalls den Koffer nebst Inhalt durch eine separaten Gepäckversicherung abzusichern.

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