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Vorzeitige Kündigung des Fitnessstudiovertrags – in diesen Fällen ist es möglich.

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Vorzeitige Kündigung des Fitnessstudiovertrags – in diesen Fällen ist es möglich.

Sie warten noch vergebens auf die Bikinifigur und den Waschbrettbauch? Tja, von nichts kommt bekanntlich nichts! Fitnessstudios bieten hervorragende Möglichkeiten, etwas für die Gesundheit zu tun und gleichzeitig die Figur zu optimieren. Inzwischen gibt es zahlreiche Studios mit guten Preisen. Nachteilig sind jedoch die oftmals damit verbundenen langen Vertragslaufzeiten von bis zu 1-2 Jahren. Seien Sie sich deshalb über die Dauer der Mitgliedschaft bewusst, bevor Sie den Vertrag unterzeichnen. Alternativ wählen Sie ein Fitnessstudio das vielleicht etwas teurer, dafür monatlich kündbar ist.
Nachfolgend zeigen wir Ihnen Möglichkeiten, wie Sie trotz langer Laufzeit kurzfristig aus Ihrem Vertrag aussteigen können:

1) Sie ziehen um
Sie sind an die AGB des jeweiligen Studios gebunden – also auch dann, wenn diese kein Sonderkündigungsrecht bei Umzug einräumen. Der Bundesgerichtshof hat entschieden, dass der Vertrag aufgrund eines Umzugs nicht außerordentlich gekündigt werden kann. Unser Tipp: Suchen Sie sich im Vorfeld ein Fitnessstudio, welches in den AGB ein Sonderkündigungsrecht bei Wohnortwechsel anbietet. Alternativ wählen Sie eine Fitnessstudio-Kette, bei der die Möglichkeit besteht, in anderen Städten weiter zu trainieren.

2) Das Fitnessstudio wechselt den Standort
Ihr Fitnessstudio zieht von der Stadtmitte in ein schwer zu erreichendes Gebiet? In diesem Fall stehen Ihre Chancen auf eine außerordentliche Kündigung gut.

3) Schwangerschaft
Während der Vertragslaufzeit werden Sie schwanger? In diesem Fall ist es möglich, dass der Vertrag zwar nicht aufgelöst, dafür aber ein beitragsfreier Zeitraum während der Schwangerschaft akzeptiert wird.

4) Erhöhung des Beitrags
In der Regel ist eine Erhöhung des Mitgliedschaftsbeitrags in den AGB geregelt. Beispielsweise kann dort stehen, dass sich der Beitrag an eine höhere Mehrwertsteuer angepasst werden kann oder sich um einen bestimmten Prozentsatz erhöhen darf. Finden Sie in den AGB keine derartige Erhöhung, so müssen Sie einen höheren Beitrag nicht akzeptieren und können Ihren Vertrag kündigen.

5) Pflichtverletzung des Studiobetreibers
Eine Pflichtverletzung kann beispielsweise die ersatzlose Streichung der Kurse oder eine Verkürzung der Öffnungszeiten darstellen. Beschweren Sie sich in diesen Fällen schriftlich und setzen eine Frist von drei bis vier Wochen. Wird keine positive Änderung vorgenommen, können Sie sich auf Ihr Sonderkündigungsrecht berufen.

6) Sie können aufgrund einer Erkrankung nicht mehr trainieren
Im Falle einer Erkrankung sollte Ihnen ein Arzt die Sportunfähigkeit bescheinigen. Das Fitnessstudio darf ein ärztliches Attest verlangen, jedoch nicht vorschreiben welchen Arzt Sie aufsuchen sollen. War Ihnen die Erkrankung jedoch schon bei Vertragsabschluss bekannt, können Sie sich nicht auf ein Sonderkündigungsrecht berufen.

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